Der begrabene Gott - Hermann Stehr
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Présentation Der Begrabene Gott Format Broché
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Résumé :
Drei Stunden von Glatz s?d?stlich, abseits vom Verkehr liegt in einer Quermulde der Vorberge des Eisengebirges das kleine Gebirgsdorf Steindorf. Am Fu?e des kleinen und gro?en Hedwigsteines lagert das eigentliche Dorf, eine geringe Anzahl niedriger H?tten und Geh?fte, die unter Obstb?umen versteckt liegen. An den R?ndern der umliegenden Berge, in den L?chern h?ngen und hocken seine Kolonien. ?Unse Dorf hat fimf Anteele!? r?hmt sich jeder Steindorfer; aber niemand wird darum reicher. M?hsam rang man dem Steinger?ll die mageren Feldbreiten ab, dann schichtete man es zu W?llen auf, die sich zwischen den ?ckern hinziehen. Sie sind grau, verwittert, von Moosen und Flechten ?berzogen, mit Hirschholder und Heckenrosen bewachsen, wie Mauern einer verfallenen Stadt, wie vergessenes Material eines gro?en Bauwerkes, dessen Plan verlorengegangen ist. Die letzten Oktobertage bringen morgens und abends tiefe Nebel ?ber Steindorf. Diese steigen von den T?lern des Kessels der Grafschaft Glatz herauf, an dessen s?d?stlichem Rande das kleine Dorf liegt. Der ersch?pfte Wind treibt sie schl?frig herauf, gleich unf?rmigen grauen Riesentieren. Dann ziehen sie tr?ge heran, sto?en sich an den steilen Schwarzwaldh?ngen des Rollenberges und des Hedwigsteines, versuchen ?ber ihn hinwegzuklimmen, fallen aber tr?ge zur?ck und rollen ihre plumpen Leiber hinab in das Tal, das bald angef?llt ist mit ihren wolligen, unruhigen R?cken. Der Wind, ihr Hirt, geht noch eine Weile auf den K?mmen der Berge hin und her, lobt die Ruhe seiner grauen Riesenherde mit hohem, zufriedenem Singen oder br?llt sein Mi?fallen in rauhen Aufschreien ins Tal und w?hlt sich endlich sp?t in der Nacht mit knurrenden Lauten zu kurzer Ruhe in den Waldh?hen ein. In solchen Nebeln?chten des Sp?therbstes h?rt dann das Leben auf der Stra?e von Steindorf noch eher auf als sonst. Auch das Glockent?rmchen auf dem Freirichtergute, das sonst immer als standhafter W?chter ?ber die D?cher sp?ht, verkriecht sich gar zeitig irgendwohin. Ganz stille schl?ft es. Nur beim wilden Aufschrei des zornigen Windes wacht es auf, und sein Gl?ckchen schl?gt stotternd einigemal an, wie ein furchtsames Herz pocht, das sich seiner Pflichtvergessenheit bewu?t wird. Dann eilt das T?rmchen jedesmal auf das hohe, steile Dach des Wohnhauses, zerteilt mit seiner Fahne die schlafenden Nebel, lugt das Dorf hinauf und hinab und h?pft beruhigt wieder in sein Nest tief in der Finsternis.
Biographie:
Hermann Stehr (* 16. Februar 1864 in Habelschwerdt; ? 11. September 1940 in Oberschreiberhau) war ein deutscher Schriftsteller aus der Grafschaft Glatz.
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