Gänseliesel - Nataly Von Eschstruth
- Format: Broché Voir le descriptif
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Présentation Gänseliesel Format Broché
- Livre
Résumé :
Weite, wogende Kornfelder, rotbl?hendes Haideland und br?unliche Steppe, begrenzt und durchschnitten von endloser Kiefernwaldung, ebenso melancholisch wie der Himmel, welcher sich in einf?rmigem Regengrau, oder in wolkenlos strahlender Sommerbl?ue, mit fern, fern verschwimmendem Horizonte dar?ber spannt, wer kennt sie nicht, diese eigenartig nordische Landschaft, so arm an bunter und reizvoller Abwechslung, und dennoch eine zaubervolle, thr?nenl?chelnde Poesie? Keine Bergkuppe, kein malerisches Felsenhaupt strebt zum Himmel, meilenweit schweift der Blick ?ber die Ebene, flach und einsam hingestreckt, ausdruckslos wie ein schlafend Angesicht. Aber dort, weit hin am Waldessaum, da leuchtet und blitzt es pl?tzlich auf wie ein zitterndes Silberband, da dehnt sich hellkr?uselnde Flut breiter und breiter vor unserm Blick, ein schilfumkr?nzter See ist es, der tief verborgen zwischen Wald und Haide sein tr?umerisches Lied von der Sehnsucht rauscht. ? Juni war es, die Rosen bl?hten. Die Luft schien zu zittern, so hei? und klar war sie, und versuchte es der Wind, die tr?ge Schwinge zu r?hren, so trug er nur schw?le Duftwogen herzu, deren s??er Atem ihm selber den Sinn berauschte, darum sank er kraftlos hernieder in die Lindenbl?ten und regte sich nicht mehr. Am kleinen Bach entlang, mitten durch breite Kleefelder und Kartoffel?cker, schritt ein junges M?dchen. Ein grobgeflochtener Gartenhut, eine verblichene Bandschleife als einzigen, ungrazi?sen Schmuck tragend, h?llte Stirn und Augen in Schatten und sa? recht nachl?ssig auf dem schlanken K?pfchen, von welchem zwei k?stlich dicke, goldblonde Flechten etwas wirr und zerzaust ?ber den R?cken hingen. Ein schlichtes Kattunkleid rauschte steifgest?rkt um die zierliche Figur, auf zwei gro?e, derblederne Schuhe niederfallend, welche ihre wuchtigen N?gelspuren tief in dem lockeren Sandboden zur?cklie?en. Die sonnverbrannte Hand f?hrte ein umfangreiches Butterbrot zum Munde, langsam und behaglich, abwechselnd mit den k?stlichen Herzkirschen, welche auf breitem Kohlblatt, wohlgeh?tet auf dem gebogenen Arm lagen. Zeitweise blieb die junge Dame stehen, blickte sinnend auf den Klee und bog mit der plumpen Schuhspitze die gr?nen Bl?tter auseinander, lange vergeblich. Endlich beugte sie sich hastig vor, so eifrig, da? die Kirschen ?ber die Hand in den Wegsand rollten, und so interessirt, da? sie die Fl?chtlinge gar nicht bemerkte. ?Ein Vierblatt! Endlich!? klang es jubelnd von den Lippen, ?na, Monsieur Friedel, jetzt mach' die Augen auf! Bin ich immer noch ein Pechvogel? Hier hab' ich's ja, das Gl?ck, und wenn ich's Dir gezeigt habe, esse ich's auf. Grete sagt, das m?sse man, wenn's wirklich Gutes bringen soll!?