Der Zweifel als Prinzip - Venetz, David
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Présentation Der Zweifel Als Prinzip Format Broché
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Résumé :
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. L?nder - Mittelalter, Fr?he Neuzeit, Note: 6.0, Universit? de Fribourg - Universit?t Freiburg (Schweiz) (Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit), Veranstaltung: Die edle Kunst der Verstellung: T?uschung und Selbstt?uschung in der Politik der Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Um die Bedeutung und die Entwicklung der Skepsis in Montaignes Leben und Werk besser verst?ndlich zu machen, werden zu Beginn dieser Arbeit die Hauptstr?me des antiken griechischen Skeptizismus aufgezeigt, welche im Hauptteil der Abhandlung in einen direkten Kontext zu der Weiterentwicklung der griechischen Skepsis bei Montaigne gesetzt werden sollen. Der Einfluss antiker Skeptiker wie Pyrrhon von Elis oder Sextus Empiricus auf Michel de Montaigne war von entscheidender Bedeutung f?r die Neuentdeckung und Weiterentwicklung der modernen Skepsis, als deren Begr?nder Montaigne gilt.
Die philosophischen Beziehungen zwischen Antike und fr?her Moderne, zwischen antikem Skeptizismus und neuzeitlicher Skepsis werden in dieser Arbeit genauer ausgeleuchtet. Der Skeptizismus ist eine griechische Denkschule, die um das wesentliche Prinzip des Zweifels aufgebaut wird. Das Wort entstammt dem Griechischen, und bedeutet so viel wie untersuchen, bedenken oder schauen. Skepsis bedeutet somit eine eingehende Untersuchung.
Der Skeptizismus basiert auf Erkenntnissen, Feststellungen und Gedanken vorhergehender griechischen Denkschulen oder den ?berlieferungen fr?herer Philosophen, die noch nicht dem Skeptizismus zugeschrieben werden. Ganz elementar ist wohl das Diskursprinzip Sokrates'(469-399 v. C.), das wissende Nichtwissen. Sokrates verstand unter diesem Begriff das Wissen um die Unm?glichkeit wirklichen Wissens; Sokrates bezweifelt die M?glichkeit wahrer Erkenntnis. Auch nach ihm besch?ftigten sich noch eine Reihe von Denkern und Philosophen mit der Schwierigkeit im Verh?ltnis zwischen dem menschlichen Verstand und der g?ttlichen Sph?re, oder zumindest einer anderen Ebene, die ?ber die Grenzen des menschlichen Verstandes hinausgeht. Im Wesentlichen werden von verschiedensten Philosophen immer wieder die Grenzen der menschlichen Erkenntnisf?higkeit festgestellt oder zumindest behauptet. Vielfach kommt dabei auch das Motiv des wahren Wesens der Dinge zum Tragen, womit jene Ebene umschrieben wird, die vom menschlichen Auge und vom menschlichen Verstand in diesem Sinne eben gerade nicht oder zumindest ungen?gend erfasst werden kann. Grunds?tzlich erfasst werden k?nnen also nur die Erscheinungen der Dinge, nicht aber deren Natur oder deren Wesen. Der Mensch ist folglich durch seine Begrenztheit nicht in der Lage zu objektiven, wahren Erkenntnissen zu gelangen, sondern muss sich mit der Wahrnehmung von Erscheinungen zufrieden geben.