Die ersten hundert Tage - Wolfgang Brenner
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Avis sur Die Ersten Hundert Tage de Wolfgang Brenner Format Relié - Livre
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Présentation Die Ersten Hundert Tage de Wolfgang Brenner Format Relié
- Livre
Résumé :
Wirr, aufregend und grotesk - so pr?sentierte sich das Jahr 1949 der deutschen Bev?lkerung. Das hing nur am Rande mit den politischen Gro?ereignissen der Gr?ndung von BRD und DDR in Bonn und in Ost-Berlin zusammen. Weitaus gr??ere Wellen schlugen andere Dinge: der ?Zookrieg? um Bernhard Grzimek, die Umtriebe der ber?chtigten Gladow-Bande, ein chinesischer Rauschgiftring in Hamburg, Damenringk?mpfe in D?sseldorf, illegale Uranverk?ufe in Hessen, braune Machenschaften in Wolfsburg oder die Liebesaff?re eines Polizeipr?sidenten in Berlin. Deutschland hatte anno 1949 neben der gro?en Geschichte noch viel mehr zu bieten: Sex and crime oder die kleinen Revolutionen und Revolten am Rande. Diese Geschichten erz?hlt Wolfgang Brenner in diesem unterhaltsamen und faktenreichen Buch.
Die Menschen besch?ftigten sich, wenn sie schon mal Zeit fanden in ihrem Alltagskampf, mit Ereignissen, von denen sie glaubten, darin ihren wahren Zustand und manchmal sogar ihre Zukunft zu erkennen. Von solchen Ereignissen handelt dieses Buch. Es geht dabei nicht immer um Politik, aber Politik spielt immer eine Rolle. Es geht um das ?berleben, um die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, um die hilflose Suche nach Gl?ck, um scheinbare Banalit?ten und um profane K?mpfe auf Leben und Tod, um Helden und Narren eben. Mit einem Wort: um den Alltag im Jahr 1949.
Die Gr?ndung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1949 verlief weitgehend ger?uschlos. Es gab kaum etwas, was die Deutschen im Mai und im Oktober dieses Jahres weniger interessierte. Das hatte viele Gr?nde. Erstens hatten die meisten Menschen im Nachkriegsdeutschland andere Sorgen. Die Zeit des gro?en Hungerns war zwar vorbei, aber immer noch lebten die Deutschen in einer Mangelgesellschaft, und sie mussten viel Energie darauf verwenden, ihren Alltag zu bew?ltigen. Dann konnten noch so salbungsvolle Erkl?rungen nicht dar?ber hinwegt?uschen, dass der Parlamentarische Rat in Bonn ebenso wenig wie der Volkskongress in Ost-Berlin nicht wirklich ?ber den Aufbau und die Zukunft zweier neuer Staaten entschied. Das taten die Siegerm?chte und die hatten auch weiterhin das Sagen - mal mehr, mal weniger. Die Deutschen spielten Staat. W?hrenddessen gingen die Demontagen weiter. Kein Wunder, dass sich die Menschen nur f?r Randdetails der Staatsgr?ndungen interessierten - wenn ?berhaupt. So wurde ausf?hrlich dar?ber berichtet, wie viele Kilo die deutschen Teilnehmer des W?hrungs-Konklaves von Rothwesten bei Kassel zugenommen hatten, aber wenig dar?ber, was dort beschlossen worden war. Und was die Sitzungen des Parlamentarischen Rates betraf, so interessierte sich die ?ffentlichkeit mehr f?r die Anzahl der in der Kantine gegessenen und noch mehr f?r die nicht gegessenen und vergammelten Buttercremetorten als f?r die Ergebnisse der m?hsamen Diskussionen. Das in der ?ffentlichkeit am hei?esten diskutierte Thema war das sogenannte ?Elternrecht? - das Recht der Eltern, allein zu bestimmen, welche Schule ihre Kinder besuchten.
Die Ereignisse, die hier erz?hlt werden, klingen manchmal wie aus einer fremden Welt. Aber sie haben das Leben in den beiden deutschen Staaten zeitweise eher bestimmt, als die offizielle Politik. Mit seinen Reportagen aus der Gr?ndungszeit von BRD und DDR begibt sich Wolfgang Brenner auf eine abenteuerliche Zeitreise in die unbekannte und absonderliche Welt der ersten hundert Tage, am Neuanfang der deutschen Geschichte.
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