Im Salon der Dichterinnen - Marianne Brentzel
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Avis sur Im Salon Der Dichterinnen de Marianne Brentzel Format Broché - Livre
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Présentation Im Salon Der Dichterinnen de Marianne Brentzel Format Broché
- Livre
Résumé :
Sieben gro?e Dichterinnen. Preistr?gerinnen des Nelly-Sachs-Preises der Stadt Dortmund. Sie sind eine Minderheit gegen?ber 20 m?nnlichen Preistr?gern, die seit 1961 gek?rt wurden. Lag es an der Qualit?t der weiblichen Schriftsteller, dass nicht mehr gefunden wurden? Sind die Frauen schlechtere Dichter? Oder lag es an der Wahrnehmung?
Jeder kennt die Antwort, und sie ist Ende des 20., Anfang des 21. Jahrhunderts eine Groteske des Literaturbetriebs, der in seinen aufgekl?rten Teilen sehr wohl wei?, dass es gleicherma?en hervorragende m?nnliche wie weibliche Dichter gibt.
Die weiblichen Preistr?ger noch einmal ins Bewusstsein zu heben, ihnen die geb?hrende Aufmerksamkeit zu erweisen, dazu soll dieses Buch dienen.
Stellen wir uns vor, es g?be einen Salon zu Ehren von Nelly Sachs. Die Dichterinnen tr?fen sich, lie?en ihre Erfahrungen sprechen. Margaret Atwood als die J?ngste unter ihnen, berichtete, welche Schwierigkei-ten sie hatte, ihren ersten Roman: Die essbare Frau unterzubringen, weil die Verlage f?rchteten, sich die Finger damit zu verbrennen. Sie s??e neben Hilde Domin, der Dichterin des Dennoch, die von Exil und Verfolgung sprechen w?rde als einem Grundmuster ihres Lebens, im Briefwechsel mit Nelly Sachs und ihr eng verbunden. Ihnen gegen?ber s??e Johanna Moosdorf, die von Nelly Sachs f?r den Preis eigens empfohlene Dichterin, die im Roman Nebenan von den Nazis schrieb, die sich immer noch breitmachten im Wirtschaftswunder-Deutschland, was die ?rtliche CDU 1963 zum Protest gegen die Preisverleihung veranlasste. Und Christa Wolf, manchmal als ?Staatsdichterin? der DDR verleumdet, die mit Der Geteilte Himmel und Kindheitsmuster den Aufbruch f?r ein anderes Deutschland verstehbar machte, neben Nadine Gordimer, der gro?en Dichterin gegen das Apartheidregime, von der Nelson Mandela sagt, es sei seine Lieblingsdichterin. Neben ihr Ilse Aichinger, die Anarchistin der ?sterreichischen Literatur. Sie w?rde von der Gruppe 47 sprechen, in der sie als erste Frau Sitz und Stimme bekam und 1952 den Preis der Gruppe gewann. Und vor Kopf Nelly Sachs, die Namensgeberin und erste Preistr?gerin, die 1966 den Nobelpreis bekam und von sich sagt, ihre Person sei g?nzlich unwichtig, nur die Dichtung, das Werk z?hle.
Eine illustre Gesellschaft, die sich viel zu sagen h?tte, von Exil und Heimkehr, von m?nnlichem Gr??enwahn und tastenden Anf?ngen des Dichtens, von der weiblichen Wahrnehmung und dem allt?glichen Kampf um Zeit und Kraft f?r die Aufgaben einer Schriftstellerin.
Fast ein ganzes Jahrhundert Literatur w?rde zum Spre?chen gebracht, wenn diese sieben Dichterinnen einander begegneten.
(Preisverleihung)
Nelly Sachs 1961
Johanna Moosdorf 1963
Ilse Aichinger 1971
Hilde Domin 1983
Nadine Gordimer 1985
Christa Wolf 1999
Biographie:
m Dezember 1943 wurde die Autorin in Erpen bei Dissen, einem bombensicheren Ort in Niedersachsen, geboren. Sie ist die J?ngste von f?nf Geschwistern, wuchs in Bielefeld auf und machte 1964 am evangelische M?dchengymnasium Sarepta in Bethel Abitur.
Danach: Studium der Politischen Wissenschaften am Otto-Suhr-Institut in Berlin mit Abschlu? Diplom, sp?ter Zweitstudium P?dagogik und erstes Lehrerexamen, nahm aktiv an der Studentenbewegung teil und verdiente mein Geld mehrere Jahre als Arbeiterin in Berliner Gro?betrieben. Sp?ter organisierte sie sich in einer der maoistischen Gruppen (KPD) und arbeitete seit dem Umzug nach Dortmund bis zur Aufl?sung der Organisation 1980 in deren Landesleitung.
Seit 1973 lebt sie mit ihrer Familie in Dortmund, ist mit Hugo Brentzel (Rechtsanwalt und Notar) verheiratet und hat zwei Kinder, Oliver, 1971 und Christina, 1978 geboren. Nach verschiedenen Jobs als Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung und im Verlagsbereich ist sie seit einigen Jahren freiberufliche Autorin, ist Mitglied im Verein f?r Literatur, organisiert und moderiert den Dortmunder B?cherstreit.
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