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Avis sur Selbstporträts de Adina Christine Rösch Format Broché - Livre Littérature Générale
0 avis sur Selbstporträts de Adina Christine Rösch Format Broché - Livre Littérature Générale
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Présentation Selbstporträts de Adina Christine Rösch Format Broché
- Livre Littérature Générale
Résumé : Das Selbstportr?t geh?rt zu den klassischen Motiven der Malerei, f?hrt dar?ber hinaus aber auch zu der f?r die Moderne zentralen Frage nach den Wechselwirkungen zwischen K?nstler*in und Werk. Es r?ckt den Produktionsprozess ebenso ins Zentrum wie den Menschen dahinter und erlaubt so neben der programmatischen Selbstverortung auch eine Diskussion ?ber Art und Rolle k?nstlerischen Schaffens, die weit ?ber die bildende Kunst hinausgeht. W?hrend die k?nstlerische Selbstinszenierung durch Spiegelung der eigenen Person im eigenen Werk in der Literatur weit verbreitet ist, werden deren mediale M?glichkeiten durch die Fotografie entscheidend erweitert. Und auch die Selbstdarstellung der kunstschaffenden Pers?nlichkeit ver?ndert sich - man denke an die Akte von Egon Schiele, der sich oft selbst nackt und stilisiert malte und damit durchaus f?r Kontroversen sorgte. Diese neue Fokussierung auf das Selbst begr?ndet sich nicht zuletzt im Aufkommen der Psychoanalyse und ihres Begriffs eines 'Ichs', das sich vor dem Hintergrund verdr?ngter Traumata und Sexualit?t gesellschaftlich konstituieren muss. So nimmt der Druck zur Selbstinszenierung vor dem Hintergrund miteinander konkurrierender und oft kurzlebiger (avantgardistischer) Str?mungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts deutlich zu, die nicht ohne Grund ihre Positionen durch so viele Manifeste begr?nden. Hinzu kommt, dass die Rolle von K?nstler*innen zeitgen?ssisch stark ?ber ihr Verh?ltnis zur Gesellschaft definiert wird. K?nstlertum gilt es biografisch in Szene zu setzen und das Werk muss wiederum zu der Persona passen, der sich ihr*e Erschaffer*in verpflichtet f?hlt. Immer wirft das Selbstportr?t die Frage nach dem Verh?ltnis von Kunst und Realit?t auf, nach der Frage der autobiografischen Lesbarkeit. Den Risiken einer solchen Deutungsperspektive geht dieser Band ebenso nach wie einzelnen expressionistischen Selbstportr?ts aus Bildender Kunst und Literatur, u.a. von K?the Kollwitz, Paula Modersohn-Becker, Hanna Nagel, Gottfried Benn, Michail Vrubel? und Emmy Hennings. Sie stehen im Kontext von Selbstinszenierungspraktiken, weisen aber auch ?ber das h?ufige Spiegel-Motiv Schnittmengen auf, deren Untersuchung lohnenswert ist. Mit Beitr?gen von Matthias Berning, Stephanie Bremerich, Oc?ane Gonnet, Isabel Mehl, Susanne Pocai und Adina Christine R?sch.
Biographie: Kristin Eichhorn (PD Dr. phil.) ist Vertretungsprofessorin f?r Neuere Deutsche Literatur I an der Universit?t Stuttgart. Sie hat in Kiel Germanistik und Nordistik studiert, zur deutschsprachigen Fabel der Aufkl?rung promoviert (Die Kunst des moralischen Dichtens. Positionen der aufkl?rerischen Fabelpoetik im 18. Jahrhundert, Ergon 2013) und in Paderborn habilitiert (Ein Mensch in seinen Gedichten. Johannes R. Becher und die Konzeption modernen Dichtertums im 20. Jahrhundert). Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Literatur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart sowie Trivial- und Unterhaltungsliteratur. Seit 2015 ist sie Herausgeberin von Expressionismus im Neofelis Verlag. Johannes S. Lorenzen studierte Literatur- und Medienwissenschaften sowie englische und nordische Philologie an der Christian-Albrechts-Universit?t zu Kiel. Nach dem Studium war er als Dozent f?r neuere deutsche Literatur und Lehrkraft f?r Deutsch als Zweitsprache t?tig. Zu seinen Forschungsinteressen geh?ren u.a. Literatur des Expressionismus und der fr?hen Moderne und Popliteratur. Seit Mai 2015 ist er Mitherausgeber von Expressionismus (mit Kristin Eichhorn).
Sommaire: Das Selbstportr?t geh?rt zu den klassischen Motiven der Malerei, f?hrt dar?ber hinaus aber auch zu der f?r die Moderne zentralen Frage nach den Wechselwirkungen zwischen K?nstler*in und Werk. Es r?ckt den Produktionsprozess ebenso ins Zentrum wie den Menschen dahinter und erlaubt so neben der programmatischen Selbstverortung auch eine Diskussion ?ber Art und Rolle k?nstlerischen Schaffens, die weit ?ber die bildende Kunst hinausgeht. W?hrend die k?nstlerische Selbstinszenierung durch Spiegelung der eigenen Person im eigenen Werk in der Literatur weit verbreitet ist, werden deren mediale M?glichkeiten durch die Fotografie entscheidend erweitert. Und auch die Selbstdarstellung der kunstschaffenden Pers?nlichkeit ver?ndert sich - man denke an die Akte von Egon Schiele, der sich oft selbst nackt und stilisiert malte und damit durchaus f?r Kontroversen sorgte. Diese neue Fokussierung auf das Selbst begr?ndet sich nicht zuletzt im Aufkommen der Psychoanalyse und ihres Begriffs eines 'Ichs', das sich vor dem Hintergrund verdr?ngter Traumata und Sexualit?t gesellschaftlich konstituieren muss. So nimmt der Druck zur Selbstinszenierung vor dem Hintergrund miteinander konkurrierender und oft kurzlebiger (avantgardistischer) Str?mungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts deutlich zu, die nicht ohne Grund ihre Positionen durch so viele Manifeste begr?nden. Hinzu kommt, dass die Rolle von K?nstler*innen zeitgen?ssisch stark ?ber ihr Verh?ltnis zur Gesellschaft definiert wird. K?nstlertum gilt es biografisch in Szene zu setzen und das Werk muss wiederum zu der Persona passen, der sich ihr*e Erschaffer*in verpflichtet f?hlt. Immer wirft das Selbstportr?t die Frage nach dem Verh?ltnis von Kunst und Realit?t auf, nach der Frage der autobiografischen Lesbarkeit. Den Risiken einer solchen Deutungsperspektive geht dieser Band ebenso nach wie einzelnen expressionistischen Selbstportr?ts aus Bildender Kunst und Literatur, u.a. von K?the Kollwitz, Paula Modersohn-Becker, Hanna Nagel, Gottfried Benn, Michail Vrubel? und Emmy Hennings. Sie stehen im Kontext von Selbstinszenierungspraktiken, weisen aber auch ?ber das h?ufige Spiegel-Motiv Schnittmengen auf, deren Untersuchung lohnenswert ist. Mit Beitr?gen von Matthias Berning, Stephanie Bremerich, Oc?ane Gonnet, Isabel Mehl, Susanne Pocai und Adina Christine R?sch.
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