Die Fee von Argouges - Luise Büchner
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Sommaire:
Luise B?chner war die Tochter des Chirurgen Ernst B?chner und seiner Frau Caroline, geb. Reu?. F?nf ihrer Geschwister erreichten das Erwachsenenalter, darunter Georg B?chner, Wilhelm B?chner, Ludwig B?chner und Alexander B?chner. Durch einen Unfall im Kindesalter zog sie sich eine R?ckenverkr?mmung zu, die sie zeitlebens behinderte. Autodidaktisch eignete sie sich ein umfangreiches Wissen vor allem in Literatur, Mythologie, Geschichte und Fremdsprachen an. Nach dem Tod der Eltern lebte sie zusammen mit ihrer ebenfalls ledigen Schwester Mathilde (1815-1888) im eigenen Haushalt, im selben Haus wie ihr Bruder, der Arzt Ludwig B?chner. 1855 erschien anonym ihr meistzitiertes Werk Die Frauen und ihr Beruf, in dem sie sich f?r bessere M?dchenbildung einsetzte. Schon 1856 erschien eine erweiterte zweite Auflage, in der ihr Name als Verfasserin genannt wurde. Ihre sp?teren ?berarbeitungen spiegeln ihre Erfahrungen in der Frauenbewegung wider. Sie verfasste Romane, Reisebeschreibungen und Gedichte, zusammen mit ihrem Bruder Alexander gab sie eine umfangreiche Gedichtsammlung heraus. Ihre unvollendete Erz?hlung Ein Dichter (erst posthum erschienen) gilt als wichtiges Zeugnis ?ber Georg B?chners Schulzeit im Darmst?dter Elternhaus. Seit Ende 1866 geh?rte Luise B?chner zu den engsten Mitarbeiterinnen von Gro?herzogin Alice von Hessen und bei Rhein. Daraus entstanden ab 1867 mehrere Frauenvereine im Gro?herzogtum Hessen-Darmstadt. Der Alice-Frauenverein f?r Krankenpflege machte es sich zur Aufgabe, junge Frauen zur Krankenschwester ohne konfessionelle Bindung auszubilden. Ziel dieses Vereins war es, die bisher nur karitativ ausge?bte Pflege von Kranken und Verwundeten zum bezahlten Frauenberuf zu machen. Daraus ging das Alice-Hospital Darmstadt hervor. Der Verein f?r F?rderung weiblicher Industrie (ab 1872 Alice-Verein f?r Frauenbildung und -Erwerb) betrieb neben einer Verkaufsstelle f?r Heimarbeiterinnen (Alice-Basar) die Alice-Schule, eine Berufsfachschule f?r M?dchen (heute Alice-Eleonoren-Schule). Daneben entstand unter der Leitung von Luise B?chner eine Art Volkshochschule f?r Frauen, das sogenannte Alice-Lyceum. In den 1870er Jahren vertrat Luise B?chner die Alice-Frauenvereine auf ?berregionalen Konferenzen und berichtete in der Presse regelm??ig ?ber ihre Arbeit. Die erste Generalversammlung der Frauenbildungs- und Erwerbsvereine fand im Oktober 1872 auf Einladung von Prinzessin Alice und Luise B?chner in Darmstadt statt. Anl?sslich einer Konferenz des preu?ischen Kultusministeriums wurde B?chner 1873 als erste Frau gebeten, zu den Unterrichts- und Erziehungsfragen in der M?dchenschulbildung eine Stellungnahme vorzulegen. Luise B?chner verstarb in Darmstadt und wurde auf dem dortigen Alten Friedhof beigesetzt (Grabstelle: I A 16). Sie gilt heute neben Luise Otto oder Fanny Lewald als eine der bahnbrechenden Frauen der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts....
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