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Legenden - Rudolf Georg Binding

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       - Livre Littérature Générale

      Livre Littérature Générale - Rudolf Georg Binding - 01/02/2023 - Broché - Langue : Allemand

      . .

    • Auteur(s) : Rudolf Georg Binding
    • Editeur : Culturea
    • Langue : Allemand
    • Parution : 01/02/2023
    • Format : Moyen, de 350g à 1kg
    • Nombre de pages : 56
    • Expédition : 105
    • Dimensions : 22.0 x 17.0 x 0.4
    • ISBN : 9791041908332



    • Résumé :
      An einem Samstagnachmittag im November hatten die Englein nichts zu tun und die himmlische Musik, die jeden Vor- und Nachmittag spielte, mu?te sich ohne die Unterst?tzung behelfen welche sie ihr sonst durch ihren Gesang zu leisten hatten. Und das kam so. Am verflossenen Sonntag w?hrend der gro?en Himmelsandacht hatte der Herrgott zu bemerken geglaubt da? die Engelch?re nicht so frisch klangen wie er es sonst zu h?ren gewohnt war, ja da? kleine Rauhigkeiten die himmlische Harmonie st?rten auf deren ungeschm?lerte Reinheit er sehr sah. Er lie? sich daher nach der Andacht den Kapellmeister und den Gesanglehrer kommen und stellte sie ziemlich verdrie?lich ?ber seine Wahrnehmungen unter dem Hinweis zur Rede, er k?nne nach einer arbeitsreichen Woche wohl verlangen da? ihm am Sonntag in der Himmelskirche eine anst?ndige Musik vorgemacht w?rde. Das aber was er heute da h?tte zu h?ren bekommen, erinnere ihn eher an ?ble irdische Katzenmusiken, die er nicht allzusehr liebe, als an eine Symphonia coelestis wie sie einzig hier am Platze sei. Der Kapellmeister, dem der Gesanglehrer durch Haftung und Gesichtsausdruck stumm beizupflichten sich bem?hte, erkl?rte dem lieben Gott hierauf, da? er seine Wahrnehmungen nicht bestreiten k?nne; er m?sse f?r die beobachteten Mi?stimmigkeiten die Engel verantwortlich machen, von denen sich einige Schreih?lse im ?bereifer ganz heiser geschrien h?tten und dadurch die Klangsch?nheit des Ganzen, wenn auch nur wenig, so doch f?r Gottes Ohr wohl vernehmlich beeintr?chtigten. Der Herr hatte darauf befohlen da? Ma?regeln getroffen w?rden, die solche Vorkommnisse f?r die Zukunft unm?glich machten, und die himmlische Vorsehung, welche f?r diese Dinge die zust?ndige Stelle war, erlie? daraufhin eine Verordnung, wonach nicht nur den Engeln das Singen an Samstagnachmittagen ?berhaupt verboten sondern ihnen auch noch ans Herz gelegt wurde, sich nicht durch unn?tiges Springen und Tollen zu erhitzen, Schreien und Zanken zu unterlassen und ihre Stimme f?r den gro?en Himmelskirchgesang am Sonntag m?glichst zu schonen. Denn der Herrgott ging, weil er es nicht n?tig hatte, nur Sonntags in die Kirche, im Gegensatz zu allen anderen Himmelsbewohnern, insbesondere den Heiligen, die schon aus alter lieber Gewohnheit in die Kirche gingen, und den vielen armen S?ndern die, seit der Heiland die Auferstehung in der Welt eingef?hrt hatte, den Himmel bev?lkerten und den Kirchenbesuch recht n?tig hatten.

      Biographie:
      Rudolf Binding wurde als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Sein Vater Karl stammte aus einer traditionsreichen Anwaltsfamilie und war ein international anerkannter Strafrechtslehrer, der ein Jahr vor Rudolf Georgs Geburt heiratete und an die Universit?t Basel berufen wurde. Um 1870 ging die Familie nach Freiburg im Breisgau. Nach dem Krieg zog die Familie weiter nach Stra?burg, das nun deutsch war. Der Vater lehrte f?r kurze Zeit (1872) an der neu gegr?ndeten Universit?t und siedelte 1873 mit seiner Familie nach Leipzig ?ber, wo er Dekan der juristischen Fakult?t war. Der Sohn wuchs wohlbeh?tet in einem stattlichen B?rgerhaus auf (Ferdinand-Lassalle-Str. 6) und ging in Leipzig zur Schule. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er bis 1935 in Buchschlag bei Frankfurt am Main, danach bis zu seinem Tod in Starnberg.

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