Krähwinkel - Rudolf Greinz
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Présentation Krähwinkel Format Broché
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Résumé :
Da? sein Erscheinen in der kleinen Stadt Aufsehen erregen w?rde, das hatte sich der Hans Stampfl wohl gedacht. Zu welchem Aufruhr es aber f?hren w?rde, das hatte er sich doch nicht vorstellen k?nnen. Er hatte nie viel bedeutet im St?dtchen, der Stampfl Hans. Man wu?te, da? er alles, was er gelernt hatte, und alles, was er war, seinem Paten verdankte, dem angesehenen Apotheker Ignaz Marsoner. Als f?nftes Rad am Wagen war er im Hause aufgewachsen, halb Diener, halb Verwandter. Der Apotheker hatte sich nie dar?ber ge?u?ert, in welchem Verwandtschaftsgrad der Hans eigentlich zu ihm stand. Wenn man den Herrn Marsoner darum frug, winkte er halb gn?dig, halb ?rgerlich ab und meinte in sehr vornehmem Ton: ?Von der hundertsten Suppen ein Schnittlauch! Ich wei? selber nicht, wie ich zu der Verwandtschaft komm'.? Die starke Betonung des ?der? hatte etwas unsagbar Herablassendes in dem Munde des Herrn Marsoner. Und es trug auch dazu bei, da? man sich im St?dtchen daran gew?hnte, den Stampfl Hans mit einer Art nachsichtigen Mitleides zu behandeln. Der Stampfl Hans, wie man ihn allgemein nannte, war auch in seiner ?u?eren Erscheinung gar nicht anziehend oder schneidig. Ein sch?chterner semmelblonder J?ngling, der wie ein junges M?dchen leicht zu err?ten pflegte und dann in seiner Verlegenheit zu stottern begann.
Biographie:
Rudolf Heinrich Greinz (* 16. August 1866 in Pradl bei Innsbruck; ? 16. August 1942 in Innsbruck) war ein ?sterreichischer Schriftsteller.
Sommaire:
Der Text Saphir in 'Kr?hwinkel' beschreibt eine Episode aus dem Leben des bekannten Humoristen Moritz Gottlieb Saphir, der im 19. Jahrhundert in Pest lebte. In einer Zeit, in der Pressefreiheit noch nicht existierte und staatliche sowie kirchliche Autorit?ten als unantastbar galten, richtete Saphir seine satirische Kritik auf die Theaterwelt. Die Posse Die falsche Primadonna in Kr?hwinkel von B?uerle wurde zum Anlass einer ?ffentlichen Dem?tigung Saphirs, als der Schauspieler Melchior die Rolle des Zeitungsschreibers Pfiffspitz in einer Weise darstellte, die Saphir bis ins Detail karikierte. Das Publikum reagierte mit lautem Gel?chter und Rufen, was Saphir dazu veranlasste, das Theater zu verlassen und beim Polizeikommissar zu protestieren. Trotz seiner Bem?hungen, die Auff?hrung zu verhindern, fand diese weiterhin statt, was Saphir schlie?lich dazu brachte, beim Erzherzog Palatin um Hilfe zu bitten. Der Erzherzog zeigte jedoch wenig Verst?ndnis und ?u?erte vielmehr Bedauern dar?ber, die Auff?hrung verpasst zu haben. Die Episode endete damit, dass Saphir das Land verlie? und erst zehn Jahre sp?ter zur?ckkehrte, immer noch verbittert ?ber die Ereignisse. Diese Geschichte illustriert die Herausforderungen und die Machtlosigkeit eines Kritikers in einer Gesellschaft, die sich ?ber ihn lustig machte, und zeigt die Grenzen der satirischen Kritik in einer autorit?ren Umgebung auf....
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